Neuer Mietspiegel Berlin 2011 / 2012 veröffentlicht – Mieten steigen schneller

Der neue Mietspiegel Berlin 2011 / 2012 ist da, Mietniveau „ortsübliche Vergleichsmiete“ gegenüber 2009 gestiegen. 5,21 Euro so teuer wohnt Berlin. Oder sollen wir aus Münchener Sicht sagen so billig. 5,21 Euro das ist der durchschnittliche Mietpreis nettokalt pro Quadratmeter, dass ist der Wert, der ganz frisch mit dem neuen Mietspiegel Berlin 2011 / 2012 ermittelt wurde. Der Mietspiegel Berlin ist am Montag von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer vorgestellt worden und beinhaltet sicher keine gute Nachricht für die Mieter in Berlin. Das was viele spüren, steht dort schwarz auf weiß, nämlich, dass das Mietniveau – die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ in Deutschlands Hauptstadt gestiegen ist. Die Vermieter wird´s freuen, denn bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete dürfen Eigentümer von Wohnraum die Mietpreise erhöhen.

Wohnen wird in Berlin jetzt immer teurer und Berlins Bausenatorin schlugen bei der Präsentation des neuen Berliner Mietenspiegel 2011 / 2012 und 2013 entsprechend Proteste entgegen. Spöttisch wird von Kritikern bereits vom „Mieterhöhungsspiegel“ gesprochen. Im Vergleich zum letzten Mietspiegel von 2009 stiegen die Nettokaltmieten im Durchschnitt um vier Prozent pro Jahr. Für manch einen Mieter sind die Mietpreise laut Kritikern nun unbezahlbar, denn in manchen Gegenden in „guter Wohnlage“ sind die Mieten gegenüber der letzten Erhebung sogar um 10,9 Prozent nach oben gegangen. Für attraktive Altbauwohnungen vor 1918 werden im Schnitt rund 11,8 Prozent mehr Miete verlangt, 6 Euro/qm/Monat/kalt sind da schnell erreicht. Und bei guten Neubauwohnungen sogar noch mehr: Bis 8 Euro/qm/Monat nettokalt müssen teils für Mietwohnraum in der Hauptstadt einkalkuliert werden. Überdurchsnittlich verteuert nämlich um 8,5 Prozent haben sich kleine Wohnungen unter 40 qm Wohnfläche. Große Mietwohnungen wurden sogar um 9,3 Prozent teurer.

Mit einem Mittelwert von 5,21 Euro/qm/Monat/nettokalt liegt der Berliner Mietspiegel trotz des Anstieges immer noch weiter hinter den Mietspiegel der beiden Millionenmetropolen Hamburg und München. In Hamburg zahlt ein Mieterhaushalt nach dem Mietspiegel 2009 als Mittelwert 6,76 Euro. Laut Mietspiegel München 2011 zahlt ein Mieterhaushalt als Mittelwert 9,79 Euro je Quadratmeter monatlich, also fast 88 Prozent mehr als in Berlin. Damit bleibt Berlin weiterhin deutlich unter den beiden anderen deutschen Großstädten. „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen: Die Mieten in Berlin steigen an, dennoch bleibt das Berliner Mietniveau weiterhin deutlich hinter vergleichbaren Großstädten zurück. Ein Berliner Haushalt verfügt zwar über ein im Durchschnitt geringeres Einkommen als in anderen großen deutschen Städten, die Mietbelastung ist aber auch in Relation zum ortsbezogenen Durchschnittseinkommen geringer, als in Hamburg oder München. Berlin bleibt die preiswerteste Großstadt in Deutschland“, so Senatorin Junge-Reyer.