Mietspiegel Berlin 2013 ist da – BBU begrüsst neues Berliner Zahlenwerk

Heute (23.05.2013) wurde „neue“ Mietspiegel Berlin 2013 vorgestellt. Im Durchschnitt haben sich die Mietspiegelmieten gegenüber dem letzten Berliner Mietspiegel 2011 um 6,3 Prozent je Quadratmeter Wohnfläche und Monat erhöht. Laut Berliner Mietspiegel 2013 liegt die gewichtete Durchschnittsmiete nettokalt damit bei 5,54 €/m² monatlich im Vergleich zum Mietspiegel 2011 mit 5,21 €/m².

„Der Mietspiegel belegt die insgesamt sehr moderate Mietenentwicklung in Berlin. Auf dieser Grundlage sollte die zuletzt sehr aufgeregte Berliner Mietendiskussion jetzt konsequent versachlicht werden.“ So kommentierte Maren Kern, Vorstand beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), die heute veröffentlichten neuen Zahlen.

„Es zeugt von der Ausgewogenheit des Berliner Wohnungsmarkts und der sozialen Verantwortung der Vermieter, dass sinkender Leerstand und anhaltend hohe Nachfrage noch nicht zu einem Mietenproblem führen. Mietwohnen in Berlin ist und bleibt bezahlbar“, so Kern weiter.

Der Mittelwert des Mietspiegels 2013 liegt mit 5,54 Euro pro Quadratmeter um 0,33 Euro bzw. 6,3 Prozent über dem Mittelwert des Mietspiegels von 2011 (5,21 € / m2). Pro Jahr entspricht das einer durchschnittlichen Steigerung um 3,2 Prozent. Kern: „Damit ist Berlin bei der Miete nach wie vor Welten von der Lage in anderen deutschen Großstädten entfernt.“ In München liegt der Mittelwert des aktuellen Mietspiegels (2013) beispielsweise bei 10,13 Euro pro Quadratmeter.

Sicherung des Rechtsfriedens

Die Überarbeitung der Erhebungs- und Auswertungssystematik für den Mietspiegel 2013 habe der Vermieterseite etliche Zugeständnisse abverlangt, so bei der Neuordnung der Tabellenstruktur. Kern: „Es ist ein großer Erfolg, dass der Mietspiegel 2013 wieder einvernehmlich von Vermieter- und Mieterseite anerkannt worden ist. Der Mietspiegel leistet damit einen wichtigen Beitrag zum fairen Interessenausgleich beim Wohnen. Er schafft Rechtssicherheit und festigt den sozialen Frieden in Berlin“, unterstrich Kern. Damit biete der neue Mietspiegel auch eine gute Grundlage für die dringend notwendige Anpassung der Kosten der Unterkunft für ALG II-Empfänger.

BBU-Mieten: 280 Euro günstiger

Im Vergleich zum Durchschnitt des neuen Mietspiegels (5,54 € / m2) sind die durchschnittlichen Nettokaltmieten bei den 144 Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen (5,15 € / m2) um rund 40 Cent bzw. gut sieben Prozent niedriger. Auf das Jahr gerechnet wohnt ein Haushalt in einer BBU-Wohnung damit etwa 280 Euro günstiger als im Marktdurchschnitt des Mietspiegels.